Sommerwetter – ganz normal

DaDer Juni bringt endlich normales Sommerwetter

Anfang Juni war es noch heiß und unwetterträchtig. Die Wetterlage war durch wenig Bewegung gekennzeichnet. Kaum Wind, viele Gewitter, die langsam zogen und für Überschwemmungen sorgten. Jetzt aber sind wir endlich zum ganz normalen Sommerwetter zurückgekehrt. Die mitteleuropäische Westwindwetterlage.

Wetter vom Atlantik und Zwischenhochs

Man hat nach den rekordwarmen Monaten April und Mai es schon erwartet. Irgendwann musste es ja so kommen. Der ganz normale Sommer ist zurück. Kurz heiß, dann Gewitter und Abkühlung und alles wieder von vorne. Diese Wetterlage nennt man mitteleuropäische Westwindwetterlage. Sie ist bei uns der Normalfall und wird vom Atlantik beeinflusst.

Der Ablauf bei dieser Wetterlage erfolgt immer nach diesem Schema: ein Tief über Großbritannien sorgt für Südwestwinde. Aus Spanien und Südfrankreich kommen sehr warme Luftmassen zu uns. Unter Zwischenhochdruck ists bei uns sonnig und über 30 Grad heiß. Dann nähert sich das Tief, die Luft wird schwül. Gewitter sind die Folge.

Die Kaltfront des Tiefs hats häufig in sich. Mit Pauken und Trompeten wird die heiße Luft nach Osteuropa abgelenkt. Bei uns wirds spürbar kühler und wechselhaft. Aber: es folgt auch wieder ein Zwischenhoch. Mit? Genau: einer kurzen, heißen Phase. Und das Spielchen geht von vorne los.

Azorenhoch bringt die Rettung – aber wann?

Die derzeitige Wetterlage bleibt uns schon noch ein wenig erhalten. Einmal eingespielt hält das drei, vier Wochen an. Die Rettung wäre ein sogennanter Ableger des Azorenhochs. Dabei dehnt sich das Hoch über den Azoren weiter nach Osten aus. Der Luftdruck steigt erst über Frankreich an. Anschließend auch bei uns. Ein eigenes Hochdruckgebiet über Deutschland entsteht. Bei leichtem Ostwind ist es dann nahezu wolkenlos. Keine Schwüle, keine Gewitter und bis über 30 Grad. Bestes Badewetter eben.

Da werden Erinnerungen wach. 2006 hat Franz Beckenbauer höchstpersönlich für dieses Hoch gesorgt. Und uns genau zur WM einen Wahnsinns-Sommer beschert.

Die mitteleuropäische Westwindwetterlage sorgt für wechselhaftes Sommerwetter mit häufigen Gewittern.

Mammatuswolken entstehen bei Gewittern durch die enormen Winde. In diesem Juni waren diese bereits häufig zu sehen.

Hier gehts zu den spekakulären Wetter Videos.

Und hier erfährst du mehr zu den Sommern früherer Jahre.

2 Kommentare

  • Maria Utta

    Hallo Jan! Muss mich doch mal melden um dich weiterhin zu motivieren! All deine Wetterergüsse lese ich mit großem Vergnügen und bewundere deine Kompetenz und griffigen Formulierungen. Freu mich schon auf die nächsten, Liebe Grüße Maria

    • janwettert

      Hallo Maria. Vielen Dank für deine Motivation und das fleißige Lesen der Beiträge. Natürlich freue ich mich auch immer über deine Wetterbilder aus aller Welt 🙂 Liebe Grüße Jan wettert

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