Islandtief im Juli – ein Wochenende erwischt es immer

Sonne, ĂŒber 30 Grad. Ja so funktioniert der Juli. Eine bestĂ€ndige Hochdruckwetterlage sorgt drei Wochen lang fĂŒr trockenen und heißen Sonnenschein. Lediglich ein paar Gewitter ĂŒber den Bergen sorgen dort fĂŒr kurzzeitige AbkĂŒhlung. Doch was ist denn das? Genau zum Wochenende Dauerregen? Woran liegt das? Das Islandtief!

Huh! Die IslĂ€nder sorgen fĂŒr Erfrischung

Das ist schon ein spannendes Völkchen. Die IslĂ€nder. Mit ihrem Schlachtruf in den Fußballstadien sorgen sie immer wieder fĂŒr Aufsehen. Und in ganz Europa sind sie gefĂŒrchtet. Aber nicht etwa wegen ihrer furchteinflĂ¶ĂŸenden Stimmgewalten. Nein! Ein besonderes Tief sorgt auch im Juli in Europa oft fĂŒr Unbehagen. Das Islandtief.

Wenn man sich derzeit die Wetterkarten so ansieht, dann ist das sehr typisch fĂŒr einen ganz normalen Sommer. Der tiefste Druck befindet sich exakt ĂŒber Island. Das Hochdruckgebiet genau ĂŒber den Azoren. Das Tief schaufelt mit seinen Frontensystemen die frische Nordseeluft direkt aufs europĂ€ische Festland. Schauer, Gewitter und oft auch lĂ€ngerer Dauerregen bei Temperaturen unter 20 Grad sind die Folge.

Das Islandtief und ein Ritterturnier

Wenn man das Wetter lange beobachtet, stellt man fest, dass dieser zweitĂ€gige Dauerregen im Juli keine Seltenheit ist. Insbesondere die Gebiete sĂŒdlich der Donau und an den Alpen kennen das. Urplötzlich wird es sogar fast herbstlich. Vorher und nachher ist es sonnig und heiß mit nur vereinzelten Gewittern.

Ein gewisses Ritterturnier in Kaltenberg kennt das auch. Eines der Wochenenden im Juli findet regelmĂ€ĂŸig im kalten Regen statt. Eine gewisse EselsbrĂŒcke, wenn man so mag. Aber die Veranstalter könnten sicherlich darauf verzichten.

Das Azorenhoch kommt – zumindest sein Ableger

So. Nun hat uns das Islandtief die Wasserspeicher einigermaßen gefĂŒllt. Der Natur wird es zwar mancherorts zu wenig gewesen sein. Dennoch. Die Wohnungen sind durchgelĂŒftet. Wir können wieder durchschlafen. Aber: Nicht mehr lange!

Ganz typisch nach diesem Herbsteinbruch streckt sich das Azorenhoch wieder nach Osten aus. Dieser Ableger verbindet sich mit dem Hochdruckgebiet ĂŒber dem westlichen Russland zu einer sogenannten HochdruckbrĂŒcke. Mit ein paar Gewittern als Unterbrechungen dĂŒrfte sich nun gute drei Wochen heißes Hochsommerwetter einstellen.

Badespaß. Biergarten. Faulenzen. Eis essen. Am Besten alles zusammen. Das große Sommerfinale sollte nun genutzt werden…

Island – Wolken und Faszination

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Weitere Informationen zu dem bekannten Tief aus Island.

Ein entsprechender Bericht ĂŒber den vielen Regen in SĂŒdbayern.

Das Islandtief schickt nahezu in jedem Juli einen TiefauslÀufer. TiefhÀngende Nimbostratus Wolken sind die Folge.

Nimbostratus entstehen bei lÀnger anhaltendem Dauerregen.

 

 

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