Eisheilige – fallen 2018 aus

Immer wiederkehrendes Wetterphänomen

Vom 12. Mai bis zum 15. Mai kommt es zu einem der bekanntesten Wetterphänomenen – den Eisheiligen. Eisheilige? Das sind: Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie. In Norddeutschland wird auch noch der 11. Mai, Mamertus hinzugezählt. Mitte Mai ist rein statistisch die Nachtfrostgefahr ein letztes Mal noch gegeben. Nicht schön für die Natur, Blüten und Landwirtschaft, aber irgendwie immer ein Gesprächsthema.

Aufklarender Himmel nach Kaltfront

Die bereits oben genannten Heiligen waren im 4. und 5. Jahrhundert Bischöfe und Märtyrer und werden an diesen Tagen im christlichen Kalender als Namenstag gewürdigt.

Es ist also reiner Zufall, dass genau an diesen Tagen die Namenstage einer Reihe von Heiligen mit einer häufig Mitte Mai stattfindenden Wetterlage zusammenfällt. Und dieses Wetterphänomen hats dann noch mal in sich. Nach einem Tief und der abgezogenen Kaltfront fließt aus Norden und Nordwesten kalte Polarluft bis zu den Alpen.

Diese Kaltluft kommt zur Ruhe, der Himmel klart auf und dann kommt es zum Ereignis der Eisheiligen: Nachtfrost! Bis zu Minus 4 Grad kann es noch mal werden. In einigen Mulden und Tälern sogar noch niedriger. Verheerend für die voll in Blüte stehenden Bäume. Oft wurden in nur einigen frostigen Stunden ganze Ernten vernichtet.

Eisheilige – nur noch ein Mythos?

Dieses Jahr gibt es keinen Nachtfrost mehr. Auch nicht zur kalten Sophie, obwohl es wohl unter Tiefdruckeinfluss mit Schauern und Gewittern deutlich kälter wird. Statistisch gesehen kommen die Eisheiligen, also Nachtfrost Mitte Mai, jedes zweite Jahr vor. Danach sind in den langen Auswertungsreihen der Wetterstationen keine Nachtfröste im Flachland mehr aufgezeichnet worden. Heißt also, der wärmste April aller Zeiten, hat tatsächlich alles so stark vorgewärmt, dass sogar die Eisheiligen nur noch ein Schatten ihrer selbst sind.

Statt Eisheilige ist es in diesem Jahr Mitte Mai sommerlich warm mit Schauern und Gewittern.

Am Morgen kündigen sich bereits die im Tagesverlauf entstehenden Schauer und Gewitter mit ersten Cumuluswolken an.

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Und hier gibt es noch 6 Fakten zu den Eisheiligen.

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