Herbstwetter – endlich nass und windig

Wechselhaft. Windig und nass. Aber angenehm mild. So prĂ€sentiert sich das Herbstwetter 2019. Im letzten Jahr hielt sich der Altweibersommer bis Oktober. Der Regen ist aber bitternötig. Denn viele Monate war es nun zu trocken. FlĂŒsse fĂŒhren Niedrigwasser und BĂ€ume sind vertrocknet. Eine beispiellose DĂŒrreperiode neigt sich wohl dem Ende entgegen. Bleibt es nun so? Und was ist die Ursache fĂŒr den Wetterumschwung?

Herbstwetter 2019 durch Westwetterlage

Bis Mitte September dominierten Hochdruckgebiete das Wetter. Nun hat sich aber die Westwetterlage durchgesetzt. Die Tiefs kommen nun direkt vom Atlantik nach Mitteleuropa. Und damit auch der langersehnte Regen.

Eine derartige Wetterlage gab es schon fast zwei Jahre nicht mehr. Dabei ist das die NormalitĂ€t. Der ewige Wechsel aus Tiefs mit Warm- und Kaltfronten. Und dazwischen Zwischenhochs die fĂŒr ein paar Tage trockenes Wetter sorgen.

Bleibt das nun so? Eine so massive Umstellung der Wetterlage bleibt. Das heißt aber nicht, dass es nur noch regnet. Durch Föhneffekte und Zwischenhochs kann der Oktober durchaus goldene Tage bringen. Aber sind wir mal ehrlich. Richtiges Herbstwetter darf doch auch regnerisch sein, oder?

Erster Schnee in Russland

Am 23. September gab es in der Region Kasan in Russland den ersten Schnee. Ein Tief ĂŒber dem westlichen Sibirien schaufelte eiskalte Luft nach SĂŒden. Nicht ungewöhnlich, aber doch ziemlich frĂŒh im Jahr.

Ist das ein Vorzeichen eines kalten Winters? Kommt die sibirische KĂ€lte bereits jetzt auch zu uns? Vorsicht vor zu schnellen RĂŒckschlĂŒssen. Denn fĂŒr einen knackig kalten Winter ist die kalte sibirische Luft tatsĂ€chlich eine Grundvoraussetzung. Durch ein starkes Hoch ĂŒber Skandinavien kĂ€me dann diese Frostluft auch zu uns.

Aber: Wir haben erst Ende September. Die Sonne hat auch in Sibirien noch Kraft die Luft zu erwĂ€rmen. Die Böden sind noch viel zu warm. Und außerdem haben wir ja eine starke Westwetterlage. Diese versorgt uns mit milder Atlantikluft. Also. Keine Panik. Einen Wintereinbruch wird es so schnell nicht geben. Genießen wir erst mal den herbstlichen Landregen, den wir so lang vermisst haben. Und das bunte Herbstlaub.

Herbstwetter. Nass und windig.

Bild von Valentin Sabau auf Pixabay