Orkan – Immer wieder der 18. Januar

Immer wieder Mitte Januar – Orkan ĂŒber Deutschland

Wie die Tiefs nun heißen mögen. Damals im Jahre 2007 ein selten skuriller Name Kyrill, diesmal Friederike – ohne c… Egal. Eins verbindet beide. Ein Orkan im dichtbesiedelten Flachland ist immer verheerend und schlimm zugleich. So emotional Wetter sein kann und mag, das ging eindeutig zu weit, lieber 18. Januar!

Aber warum immer Mitte Januar?

Grundzutaten fĂŒr Orkane ĂŒber Deutschland sind immer eine Westwindwetterlage im Winterhalbjahr. Das heißt Tiefdruckgebiete rauschen vom Atlantik direkt ĂŒber Frankreich, Benelux zu uns nach Mitteleuropa herein. Oft sind es mehrere Tiefdruckgebiete hintereinander.

Diese rasche Abfolge der Tiefdruckgebiete ermöglicht der AtmosphĂ€re keinerlei Verschnaufspause. Es kann kein Zwischenhoch entstehen, welches die AtmosphĂ€re mal zur Ruhe kommen lassen wĂŒrde und der Wind sich abschwĂ€chte. Nein. Immer weitere Sturmtiefs sind die Folge.

Hier mein Beitrag zum Sturmtief Brunlind

Derartige Wetterlagen beginnen, wie auch in diesem Winter, bereits im Dezember. Schon spannend. Vor dem Tief wird milde Luft aus dem SĂŒdwesten Europas angesogen, bei Abzug des Tiefs folgt kalte Polarluft mit Schneeschauern und Wintergewittern. Nur, wenn diese Konstellation ĂŒber mehrere Wochen anhĂ€lt, verstĂ€rken sich diese Tiefs zunehmend und werden immer intensiver. Letztendlich entstehen dann immer stĂ€rkere StĂŒrme, die im Jahr 2007 und 2018 just am 18. Januar in verheerenden Orkanen gipfelten.

Wie kommen wir hier raus? Mit einem Hoch!

Dieses Hochdruckgebiet mĂŒsste sich ĂŒber Skandinavien bilden und festsetzen. Um ein Hoch fließen Luftmassen immer im Uhrzeigersinn. Heißt also wir hĂ€tten leichten bis mĂ€ĂŸigen Ostwind, der Zustrom vom Atlantik wĂ€re gestoppt, die Tiefdruckgebiete können nicht mehr nach Mitteleuropa hereinrauschen. Dann gĂ€be auch endlich der Winter sein Stelldichein. Denn in den doch noch langen NĂ€chten, wĂŒrde sich die Luft stark abkĂŒhlen und uns dann bitterkalte Fröste und auch tagsĂŒber im Dauerfrostbereich bescheren.

Hier auch ein ganz interessanter Beitrag der FAZ zu diesem Thema: Warum ist das Wetter derzeit so extrem

Ein Kommentar

  • Andreas GĂŒnther

    Friederike war schon beeindruckend: Ich hab schwere Sturmböen der StĂ€rke 10 (97 km/h) gemessen, und das mitten in der Stadt! Kein Wunder, dass da ein Baum nach dem anderen umgekippt ist ….

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